Drei Wege stehen zur Wahl. Alle drei sind bei uns möglich, und Sie entscheiden — nach einem Gespräch, in dem wir Ihnen sagen, was wir in Ihrem Fall für sinnvoll halten.
Örtliche Betäubung
Der Regelfall. Ein Depot Betäubungsmittel neben dem Operationsgebiet schaltet die Schmerzleitung aus; Druck, Berührung und Bewegung nehmen Sie weiter wahr.
Dafür spricht: kein Vorbereitungsaufwand, keine Nüchternheit, Sie können danach in aller Regel selbst nach Hause. Die Wirkung ist zuverlässig und gut steuerbar.
Was viele überrascht: Der unangenehmste Moment ist meist der Einstich — und den nehmen wir mit einem Oberflächengel vorweg. Der Eingriff selbst wird von den meisten als deutlich weniger belastend beschrieben als erwartet.
Dämmerschlaf (Sedierung)
Sie bekommen ein Medikament über die Vene, das Sie tief entspannt und schläfrig macht. Sie atmen selbstständig und sind erweckbar, bekommen vom Eingriff aber wenig bis nichts mit und erinnern sich hinterher meist nicht daran. Die örtliche Betäubung wird zusätzlich gesetzt.
Dafür spricht: ausgeprägte Behandlungsangst, starker Würgereiz, längere oder mehrteilige Eingriffe, die man lieber „verschlafen" möchte.
Was dazugehört: Nüchternheit nach Vorgabe, durchgehende Überwachung von Kreislauf und Sauerstoffsättigung, eine Begleitperson, kein Fahren für 24 Stunden.
Vollnarkose
Ein Anästhesie-Team übernimmt die Narkose, Sie schlafen vollständig. Sinnvoll bei umfangreichen Eingriffen, bei mehreren Bereichen in einer Sitzung oder wenn eine Behandlung anders nicht möglich wäre.
Was dazugehört: ein Vorgespräch mit der Anästhesie, Nüchternheit, Überwachung während und nach dem Eingriff, Begleitperson, kein Fahren für 24 Stunden.
Wie Sie sich entscheiden
Es gibt keinen Weg, der grundsätzlich der bessere ist. Die örtliche Betäubung ist der einfachste und für die meisten völlig ausreichend. Sedierung und Narkose sind da, wo Angst oder Umfang sie sinnvoll machen — und nicht als Aufwertung, sondern als Werkzeug.
Wenn Zahnarztangst der Grund ist, lesen Sie am besten zuerst dort weiter: angstpatienten-weissenfels.de. Dort geht es um den Umgang mit der Angst selbst, nicht nur um das Medikament dagegen.
Kosten
Die örtliche Betäubung ist Teil der Behandlung. Sedierung und Vollnarkose sind in der Regel Privatleistungen; die Kosten der Anästhesie werden gesondert berechnet. Was auf Sie zukommt, steht vorher schriftlich in einer Vereinbarung.
Video
Kurz erklärt – aus unserer Praxis
Die Videos geben allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Beratung; Behandlungsverlauf und -ergebnis hängen von den persönlichen Voraussetzungen ab. Alle Videos sind untertitelt. Mehr in der Mediathek und auf Instagram.
